Sonneberg - eine wunderbare Symbiose zwischen männlichen und weiblichen Hobbyisten...
15.06.2011
Nachdem ja nun Spiegel-TV wieder einmal (wie langweilig!!!) in die Kerbe "Rebornsammlerinnen haben eine leichte Baby-Meise" gehauen hat und eben jene dort interviewte Rebornerin es auch nicht lassen konnte, in weiteren Printmedien (so z.B. auch die FAZ, die ja eigentlich als seriös recherchierend gehandelt wird, sowie dann auch noch in einer regionalen Zeitung (11. Juni Tauber-Zeitung)) sich als wichtig zu fühlen und nicht merkte, dass sie weder die Kunst des Rebornens vermitteln noch den Aufhänger "Sammler-Muttis" korrigieren konnte, sind wir eigentlich ein wenig "stinkig".
Wir sind nämlich nicht der Meinung, dass Rebornsammler/innen ein psychisches Problem haben.
Der Mensch - und hier insbesondere die Frauen - reagiert auf das "Kindchen"-Schema.
Das ist naturgewollt und gut so.
Es kann ein Welpe sein oder ein Kätzchen - oder eben ein Baby oder dessen Abbild.
Da aber nur Kinder - hier vorrangig immer noch die Mädchen, weil unser Erziehungsschema das so bestimmt hat - mit Puppen spielen, dürfen erwachsene Frauen oder Mütter oder gar Großmütter das nun überhaupt nicht.
Warum nicht?
Männer dürfen alles - Modelle basteln und sammeln, am Auto oder Motorrad rumschrauben, Drachen steigen lassen, Angeln, Bierflaschen Sammeln oder Briefmarken, Postkarten, Fußballgedöns...
Frauen haben sich auf ihre Pflichten zu konzentrieren und dürfen gerne Häkeln, Stricken, Kochrezepte oder - ganz liberal - Schuhe oder Handtaschen sammeln.
Alles andere ist verdächtig.
Oder eben krank.
Und wenn Frau schon einen Puppentick hat - dann bitte ganz heimlich, so dass der Nachbar nichts bemerkt.
Da kaufen wir doch lieber noch ein Hündlein oder ein Kätzchen für die Schmuseeinheiten - das versteht doch jeder.
Und Mann wird noch für seine Toleranz gelobt.
Klar werden Reborns auch theapeutisch eingesetzt - von Profis, da, wo es angebracht ist. So wie Therapie-Tiere auch.
Und was meint Ihr, wie wir uns gefreut haben, als wir in Sonneberg feststellten, dass die Veranstalter dort draußen einen Pacour für Off-Road Modellautos eingerichtet hatten!!!!
Die Papis und Jungs gingen voll in ihren Rennfahrerträumen auf, während die Mamis dezent geschützt in der Halle ihren Zärtlichkeiten nachgingen.
Na und?
Ist das richtig oder ist das richtig?
Ein wenig mehr Toleranz, meine Herren oder Medien - in uns allen stecken Kinder und Träume.
Und glückllich, wer sich traut, sie zu leben.
Die Welt - und selbst das kleine Dorf oder das Wohnhaus - wäre friedlicher, wenn wir endlich dazu stehen dürften.
Hier nun ein paar mitreißende "off-road"-Fotos:
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