ERVERA e.V.


Am 10.06.2007 gründeten Reborner/innen und Sammler/innen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich diesen Verband, der es sich zum Ziel gesetzt hat, das Rebornen zu professionalisieren. Der Verband ist ein eingetragener Verein.

 

Wozu das?

...mag sich mancher fragen – es gibt doch schon Gilden und Vereinigungen in etlichen Ländern und auch viele hervorragende Reborner!
Ja, das stimmt, und das ist auch gut so.
Aber das Rebornen ist ein sehr junges Kunsthandwerk, und die „Insider“ wissen, welch rasante Entwicklung die Techniken bisher durchlaufen haben und wahrscheinlich noch durchlaufen werden.
Seien es die Farben, die Färbetechniken, das Rooting, die Füllungen oder die verschiedenen Vinylsorten.

Reborner sind meist durch Zufall auf diese Kunst gestoßen, weil sie Puppenliebhaber sind. Aber anders als im normalen Puppenbereich sollen Rebornbabys eben nicht wie Puppen aussehen, sondern möglichst lebensecht wirken – im Aussehen so wie auch beim Anfassen.
Gerade das macht den Reiz und die Kunst aus.

Aber was als Hobby begann, endet irgendwann auch im Verkauf, denn die Materialien sind teuer und immer mehr Sammler entdecken diese Babys.
Und genau da hört der Spaß auf und muss die Professionalisierung beginnen.
Was bedeutet Professionalisierung?
Letzten Endes Sicherheit für Reborner und Sammler.


 Entstehung und Überlegungen

Noch ein paar Worte zur Entstehung dieses Verbandes – es waren einfach die gesamten Unzulänglichkeiten, die in unserem Bereich noch vorhanden sind, die uns bewegt haben, diesen Verband zu gründen.

Wie bereits erwähnt – es gibt Gilden und andere Vereinigungen, zu denen wir uns in keiner Weise in Konkurrenz sehen. Im Gegenteil, wir würden es begrüßen, wenn hier eine Zusammenarbeit entstehen würde.


 Mitgliedschaft

Mitglied im Verband kann jede „natürliche Person“ (= jeder Mensch) werden, der die Ziele des Verbandes unterstützt.
Parallel dazu gibt es die Fördermitgliedschaft für „juristische Personen“ (= Firmen, Vereine etc.) und natürliche Personen.
Nähere Informationen versenden wir gerne auf Anfrage.


Europa

Ja, wir haben auch Mitglieder aus mehreren EU-Ländern, aber auch aus der Schweiz, weil wir Europa nicht so streng EU-politisch sehen.


Sicherheit für Reborner und Sammler

 

Sicherheit für die Reborner

Selbstverständlich kann man ein excellenter Reborner sein, ohne irgendeiner Organisation angeschlossen zu sein oder sich irgendwo zertifiziert zu haben.
Aber was spricht dagegen, mir mein Können auch bestätigen zu lassen, mich damit von anderen abzuheben und damit auch den Sammlern wieder Sicherheit zu geben?

Natürlich – wollen wir hier doch nicht darum herum reden – es geht auch um den Preis, den ich für meine Arbeit erhalte.
Wir wissen doch alle, dass ich, wenn ich im Internet verkaufe, alles über die Qualität/Bearbeitung meiner Bilder und deren Beschreibung erreiche.
Dass hier viel Schindluder (wenn auch vielleicht ahnungslos) betrieben wird, wissen wir ebenfalls.
Allein die Mitteilung, dass man Mitglied in „…“ ist, reicht nicht aus, weil – na ja, das mag ja den Willen demonstrieren, aber sagt eben nichts über das Können aus.

Möglicherweise mögen manche Gilden oder Vereinigungen nur über Prüfkriterien Mitglieder aufnehmen, aber das ist derzeit oft noch nicht wirklich erkennbar.

Aus diesem Grunde liegt uns auch an einer Zusammenarbeit mit diesen Organisationen, weil, dieser Verband wurde von Rebornern, die ihre Arbeit ernst nehmen, gegründet.

Vorausgegangen war die Erkenntnis, dass konstruktive Kritik (und ebenso Kritikfähigkeit) so wie partnerschaftlicher Erfahrungsaustausch unumgänglich für die eigene Weiterentwicklung sind.

Sicherheit… auch Babys, die man einsendet, um ein Zertifikat zu erhalten, können möglicherweise dieses Level nicht erreichen. Aber man erhält eine qualifizierte Beurteilung, aus der man ersehen kann, wo die Schwachstellen liegen und kann sich gezielt dort verbessern.


Sicherheit für die Sammler:


Sofern ein Sammler z.B. bei ebay ein Baby ersteigert, das absolut nicht den eingestellten Fotos entspricht, kann er dieses beim Verband melden, sofern es sich um eine/n vom Verband zertifizierte/n Reborner/in handelt.

Der Verband kann natürlich nicht in den Kaufvertrag eingreifen, aber er kann versuchen, zu vermitteln und ggf. das Zertifikat aberkennen, sofern sich herausstellt, dass der Reborner wissentlich nicht nach den aktuellen Standards arbeitet.

Des weiteren können auch Sammler Mitglied in diesem Verband werden und haben damit die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen oder auch Anregungen einzubringen. 


Standards

Wie erreicht man diese Sicherheit?

In dem man erst einmal Standards erarbeitet für das Rebornen.
Diese neutralen Standards haben wir nun und werden sie jeweils dem neuesten Stand der Erkenntnisse angleichen.

Standards bedeuten übrigens keinen Eingriff in die künstlerische Freiheit sondern legen nur fest, welche Techniken und Materialien wie angewandt werden müssen, wenn ein qualitativ wertvolles Baby rebornt wird. Dabei wird der Vielzahl der Materialien Rechnung getragen, aber auch Techniken oder Materialen, die sich als ungeeignet erwiesen haben, ausgeschlossen.

Es ist z.B. völlig unerheblich, ob der Kopf zart oder dicht gerootet ist – ausschlaggebend ist u.a., ob das Rooting dem natürlichen Haarwuchs entspricht und das Haar nicht gebrochen ist oder schnell verfilzt.

Diese Standards sind Grundlage der Zertifizierung.
Nähere Informationen versenden wir gerne auf Anfrage.


Zertifizierung / Qualitätssiegel

Jeder Reborner kann 2-3 seiner Babies bei uns einreichen, um eine Zertifizierung zu erlangen.
Diese Begutachtung erfolgt neutral und unabhängig davon, ob der Reborner Mitglied im Verband ist oder nicht.



Zertifiziert werden nicht die eingesandten Puppen, sondern die gesamte Arbeit des Reborners.

Bestehen die Puppen die Begutachtung, erhält der Reborner ein Zertifikat (Siegel), das er auch öffentlich verwenden kann, zusammen mit dem Begutachtungsbogen.
Verbunden mit dem Zertifikat ist die Verpflichtung, sich aktuell weiter zu bilden.

Dieses Zertifikat ist zeitlich begrenzt gültig.
Nicht, weil wir denken, dass ein zertifizierter Reborner im Anschluss daran nachlässig wird, sondern weil sich die Techniken dieses Kunsthandwerks ständig weiter entwickeln.

Sollten die eingesandten Babies nicht den Standards entsprechen, erhält der Reborner nur den Begutachtungsbogen und kann so anhand der Anmerkungen weiter an seiner Technik üben, bis er das Level erfüllt und sich dann erneut für eine Zertifizierung anmelden.

Jury
Die Jury, die die eingesandten Babies begutachtet, ist nicht verbandsgebunden. auf jeden Fall sind es erfahrene Rebornkünstler,  unabhängig, ob sie nun Mitglied im Verband sind oder nicht.

Warum? Wir möchten keine „verbandsinterne“ Qualität, sondern eine „allgemein gültige“ Qualität bestätigen lassen.
Nähere Informationen versenden wir gerne auf Anfrage.


Fortbildung/Information

Der Verband bietet seinen Mitgliedern Kurse an, vom Grundkurs bis hin zu speziellen Themen.
Er informiert in seinem angegliederten Forum, das jedem unabhängig von einer Mitgliedschaft zugänglich ist, über Neuigkeiten aus dem Rebornbereich und gibt Hilfestellung bei allen Fragen zum Rebornen.
Nähere Informationen versenden wir gerne auf Anfrage.


Sonstige Fragen

beantworten wir Ihnen gerne über unser Kontaktformular.